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Kaum zu glauben

Es steht geschrieben
... Wunder

..... im Lobetal
..... Wachteln in der Wüste
..... Sanherib und 185.000 Tote
..... Speisung von über 5000
..... Syrer rennen um ihr Leben

..... Trocken durch den Jordan
..... Einnahme Jerichos

 

Letzte Aktualisierung: 05.07.2015 14:12

 

 


WUNDER: WACHTELN IN DER WÜSTE
 
Für mich eines der großartigsten Wunder... Allerdings finde ich Moses Verhalten dabei merkwürdig...

Das Volk Israel zieht durch die Wüste, zusammen mit "Fremden", die sich ihnen in Ägypten angeschlossen hatten. Laut dem biblischen Bericht sind es ausdrücklich diese "Fremden", die es plötzlich nach herzhaftem Fleisch gelüstet. Das süße Manna haben sie über, es bleibt ihnen schon fast im Hals stecken. Inzwischen haben die Israeliten sich von diesem Gequängel anstecken lassen und haben offenbar bereits vergessen, wie drangsaliert sie sich in Ägypten gefühlt haben. Nun geht es ihnen nur noch um schmackhaftes Essen, worauf sie gerade unwiderstehliches Gelüste haben. Außerdem scheint es sich um herzhaften Geschmack zu handeln, den sie vermissen und weshalb sie sich nach Ägypten zurücksehnen: Fisch, Gurken, Melonen, Lauch, Zwiebeln und Knoblauch. Was richtig Deftiges! DAS hätten sie jetzt gerne!

Bis dahin hatte das Volk Israel schon einige starke Wunder erlebt auf ihrer Wanderung. Mose sollte inzwischen doch genug Vertrauen gefasst haben. Aber hier erstaunt er mich sehr:

Er sieht sich verständlicherweise nicht in der Lage, für so viele Menschen Fleisch zu beschaffen. Woher denn auch... Er teilt seine Sorge Gott mit. Der wiederum hat Mitleid mit Mose, und natürlich auch mit dem quängelnden Volk. Also kündigt er für den folgenden Tag Fleisch an.Und damit sie auch wirklich keinen Grund mehr zum Jammern haben, kündigt er Fleisch nicht nur für eine Mahlzeit an, nein, gleich für einen ganze Monat, "bis es euch zum Hals heraushängt und euch davon übel wird!" Gott weiß, was seine Menschen brauchen, für alle Bedürfnisse, auch für Nahrung und Gesundheit. Das Manna, das er ihnen gegeben hat, war nach Gottes Vorstellung die ideale, ausgewogene Nahrung. Seinem Volk hat das nicht gereicht, sie glaubten, es besser zu wissen. Was richtig Deftiges musste her!

Und jetzt die Stelle, an der Mose mich zutiefst erstaunt: Er diskutiert mit Gott über dessen Fähigkeiten...! Er rechnet dem großen Schöpfergott vor, wieviele Menschen dieser mit Fleisch zu verköstigen hätte: Da wären also schonmal 600.000 wehrfähige Männer. Wenn man mal kurz überschlägt kommen dazu mindestens so viele Frauen (+600.000), vielleicht pro Familie drei Kinder (+1.800.000), alte Menschen, Witwen und Waisen lassen wir mal außen vor. Das macht überschlägig 3.000.000 = 3 Millionen Menschen. Die mit Fleisch versorgt werden sollen. So hat Gott das ja gerade versprochen. Das ist eine Menge, die Mose sich überhaupt nicht vorstellen kann! "Also GOTT! ...da sagst du, du willst dem gesamten Volk einen Monat lang Fleisch zu essen geben? Wo lassen sich so viele Schafe, Ziegen und Rinder finden, um sie zu sättigen? Selbst wenn man alle Fische im Meer fangen würde, wäre es noch nicht genug!"

SOWAS sagt ein Mose, der vor nicht allzu langer Zeit vor den Pharao getreten ist
  • (1) und seinem Hirtenstock auf Gottes Aufforderung hin befahl, zur Schlange zu werden.
  • (2) Danach ließ Gott durch ihn das Wasser des Nils zu Blut werden,
  • (3) von jetzt auf gleich bedeckte Gott ganz Ägypten mit Fröschen,
  • (4) es folgten Myriaden von Stechmücken in ganz Ägypten,
  • (5) anschließend Stechfliegen überall, außer im Landesteil Goschen, wo das Volk Israel damals lebte. Goschen blieb davon verschont.
  • (6) Es folgte die Viehpest für Ägypten - die Israeliten blieben aber ausdrücklich auch davon verschont.
  • (7) Schließlich schickte Gott den Ägyptern die Blattern, eine ganz üble Krankheit.
  • (8) Dann den schlimmsten Hagel, der je über Ägypten niedergegangen war. Dieser Hagel vernichtete ALLES, was sich außerhalb der Häuser befand. Nicht nur die Früchte auf den Feldern, sondern auch die Bäume, selbst Vieh oder Mensch wurde davon erschlagen. Ausgenommen allerdings wieder das Land Goschen mit dem Volk Israel.
  • (9) Es kamen gigantische, in ihrer monströsen Größe nie dagewesene Heuschreckenschwärme, die so dicht den Erdboden bedeckten, dass es ganz dunkel wurde. Sie vernichteten alle Reste, die nicht schon von dem Hagel zerstört worden waren.
  • (10) Schließlich drei Tage lang gnadenlose Finsternis die so dunkel war, dass jeder dort bleiben musste, wo er gerade war, weil man ABSOLUT NICHTS UND NIEMANDEN erkennen konnte. Und, oh Wunder, nur bei den Israeliten war es während dessen hell in den Wohnungen.
  • (11) Zum Schluss dieser Plagen-Serie ließ Gott dann alle Erstgeborenen sterben. In jedem ägyptischen Haus. Nur nicht bei den Israeliten.
  • (12) Als sie aus Ägypten auszogen ging Gott vor ihnen her in Form einer Wolkensäule bei Tag und als Feuersäule bei Nacht, damit sie Tag und Nacht wandern konnten.
  • (13) Als sie ans Schilfmeer kamen und von den ägyptischen Soldaten verfolgt wurden, teilte Gott das Meer, so dass die mindestens 3 Millionen Menschen mal eben durch das Meer wandern konnten, was sicherlich auch einige Zeit in Anspruch nahm. Und die ganze Zeit staute sich das Wasser wie "eine Mauer zur Rechten und zur Linken"...
  • (14) Dann hemmte Gott die Räder der Wagen der Soldaten, so dass sie nur noch sehr schwer vorwärts kamen. Da erkannten sogar die ägyptischen Soldaten, dass Gott am Werk war und seinem Volk half. Kaum waren alle Israeliten durch das Meer gelaufen, liess Gott das Wasser wieder zurückfließen und die ägyptischen Soldaten ertranken alle.
  • (15) Bei der bitteren Quelle in Mara zeigte Gott dem Mose ein Holz, das er ins Wasser werfen sollte. Danach war das Wasser für das ganze Volk genießbar.
  • (16) Am 15. Tag im 2. Monat (also nach 6 Wochen) nach dem Auszug aus Ägypten waren dem Volk Israel vermutlich die Lebensmittel ausgegangen, sie hatten nämlich Hunger und nichts zu Essen. Da kümmerte sich Gott und schickte ihnen fortan sechsmal die Woche Manna, daraus konnten sie Fladenbrot machen und es schmeckte wie Honigbrötchen.
Im 2. Jahr, am 20. Tag des 2. Monats (4. Mose 10, 11) wird eine Begebenheit datiert, auf die dann chronologisch wohl die anfangs erwähnte Geschichte mit dem Wachtel-Wunder folgte. So haben wir doch einen gewissen Anhaltspunkt, wieviel Zeit schon vergangen war, seit Israel das Land Ägypten verlassen hatte. Und trotz dieses für meine Begriffe äußerst umfangreichen Vorlaufs an spektakulären Wundern hatte Mose offenbar Zweifel, dass Gott in der Lage wäre, Fleisch für 3 Millionen Menschen herzuschaffen... und hält ihm das auch noch vor.

Der Herr antwortete: »Meinst du, es gibt eine Grenze für meine Macht? Du wirst jetzt gleich sehen, ob meine Zusage eintrifft oder nicht.«

Ich finde das mehr als erstaunlich, dass Gott sich tatsächlich mit Mose auf so eine Diskussion einlässt. Ganz offensichtlich hält Mose Gott in dem Moment wohl nicht für fähig. Immerhin war Mose Gottes Freund. So stehts in der Bibel. Und wozu halten WIR Gott für fähig???? Oder wo glauben wir, dass es für Gottes Macht eine Grenze gibt?
 
4. Mose 11, 4 - 13, 18 - 23, 31 - 35:

Unzufriedenheit unter dem Volk

4 Unter dem bunt zusammengewürfelten Haufen von Fremden, die sich dem Volk Israel beim Auszug aus Ägypten angeschlossen hatten, brach ein unwiderstehliches Gelüst nach Fleisch aus. Die Israeliten ließen sich davon anstecken und fingen wieder an zu jammern: »Wenn uns doch nur jemand Fleisch verschaffen würde!
5 Wie schön war es doch in Ägypten! Da konnten wir Fische essen und mussten nicht einmal dafür bezahlen. Wir hatten Gurken und Melonen, Lauch, Zwiebeln und Knoblauch.
6 Aber hier gibt es tagaus, tagein nichts als Manna. Das bleibt einem ja allmählich im Hals stecken!«
7 Manna hatte die Form von Koriandersamen und sah weißlich aus wie Bdelliumharz.
8-9 Es fiel nachts mit dem Tau aufs Lager. Die Leute sammelten es, zerrieben es zwischen Mahlsteinen oder zerstießen es in Mörsern, kochten es im Topf oder backten Fladen daraus. Die schmeckten wie Fladenbrot aus Weizenmehl und Olivenöl.

10 Mose sah die Leute von Israel, alle Sippen und Familien, vor ihren Zelten stehen und hörte sie klagen. Ein heftiger Zornausbruch des Herrn bahnte sich an. Mose war die ganze Sache leid
11 und sagte zum Herrn: »Warum tust du mir, deinem Diener, dies alles an? Womit habe ich es verdient, dass du mir eine so undankbare Aufgabe übertragen hast? Dieses Volk liegt auf mir wie eine drückende Last.
12 Schließlich bin ich doch nicht seine Mutter, die es geboren hat! Wie kannst du von mir verlangen, dass ich es auf den Schoß nehme wie die Amme den Säugling und es auf meinen Armen in das Land trage, das du ihren Vätern zugesagt hast?
13 Fleisch wollen sie; sie liegen mir in den Ohren mit ihrem Geschrei. Woher soll ich Fleisch nehmen für ein so großes Volk.

18 Zum Volk aber sollst du sagen: ›Macht euch bereit für morgen und seht zu, dass ihr rein seid! Der Herr hat gehört, wie ihr vor ihm gejammert habt: Wer gibt uns Fleisch; in Ägypten hatten wir es so gut! Ihr sollt euer Fleisch bekommen, der Herr wird es euch geben.
19 Und das nicht nur einen Tag oder zwei, auch nicht fünf, zehn oder zwanzig Tage lang,
20 nein, einen ganzen Monat lang, bis es euch zum Hals heraushängt und euch davon übel wird. Das ist die Strafe dafür, dass ihr euch nach Ägypten zurückgesehnt und den Herrn verachtet habt, der mitten unter euch gegenwärtig ist.‹«
21 Mose aber sagte zum Herrn: »Das Volk, in dessen Mitte ich stehe, hat allein 600.000 wehrfähige Männer, und da sagst du, du willst dem gesamten Volk einen Monat lang Fleisch zu essen geben?
22 Wo lassen sich so viele Schafe, Ziegen und Rinder finden, um sie zu sättigen? Selbst wenn man alle Fische im Meer fangen würde, wäre es noch nicht genug!«
23 Der Herr antwortete: »Meinst du, es gibt eine Grenze für meine Macht? Du wirst jetzt gleich sehen, ob meine Zusage eintrifft oder nicht.«

Das Volk bekommt Fleisch

31 Inzwischen hatte der Herr einen Sturm aufkommen lassen, der trieb riesige Scharen von Wachteln vom Meer heran. Er warf sie im Umkreis von einem Tagesmarsch rings um das Lager zur Erde. Die Tiere lagen fast einen Meter hoch.
32 Den ganzen Rest des Tages, die folgende Nacht und noch den nächsten Tag über waren die Leute damit beschäftigt, Wachteln einzusammeln. Das wenigste, was einer zusammenbrachte, waren zehn Eselsladungen. (Homer = 10 Efa = ca. 4 Zentner Fleisch) Sie breiteten die Tiere zum Dörren rings um das Lager aus.
33 Aber die Israeliten hatten kaum begonnen, von dem Fleisch zu essen, es war noch unzerkaut zwischen ihren Zähnen, da traf sie der Zorn des Herrn und viele starben.
34 Man nannte den Ort Kibrot-Taawa (Lustgräber), weil dort die Leute begraben wurden, die es nach Fleisch gelüstet hatte.
35 Von Kibrot-Taawa zog das Volk weiter nach Hazerot und schlug dort sein Lager auf.
 
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