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Letzte Aktualisierung: 29.06.2026 02:50 h
VORSINTFLUTLICH
 
ABLEHNUNG GOTTES VOR DER SINTFLUT
FREVEL
ELLEN G. WHITE
STÄDTEBAU
VIELWEIBEREI
BAUERN, VIEHZÜCHTER, SESSHAFTE MENSCHEN
MUSIKINSTRUMENTE-BAUER
METALLBEARBEITER
BEROSUS / ZITIERT VON JOSEPHUS
 
 
DAS SCHREIBT DIE BIBEL ÜBER DIE ZEIT VOR DER SINTFLUT:
 
1. Mose 6:4-12
4 Es waren auch zu den Zeiten Tyrannen auf Erden; denn da die Kinder Gottes zu den Töchtern der Menschen eingingen und sie ihnen Kinder gebaren, wurden daraus Gewaltige in der Welt und berühmte Männer.
5 Da aber der HERR sah, daß der Menschen Bosheit groß war auf Erden und alles Dichten und Trachten ihres Herzens nur böse war immerdar,
6 da reute es ihn, daß er die Menschen gemacht hatte auf Erden, und es bekümmerte ihn in seinem Herzen,
7 und er sprach: Ich will die Menschen, die ich gemacht habe, vertilgen von der Erde, vom Menschen an bis auf das Vieh und bis auf das Gewürm und bis auf die Vögel unter dem Himmel; denn es reut mich, daß ich sie gemacht habe.
8 Aber Noah fand Gnade vor dem HERRN.
9 Dies ist das Geschlecht Noahs. Noah war ein frommer Mann und ohne Tadel und führte ein göttliches Leben zu seinen Zeiten.
10 und zeugte drei Söhne Sem, Ham und Japheth.
11 Aber die Erde war verderbt vor Gottes Augen und voll Frevels.
12 Da sah Gott auf die Erde, und siehe, sie war verderbt; denn alles Fleisch hatte seinen Weg verderbt auf Erden.
 
ABLEHNUNG GOTTES
 
Hiob 22:15-17
15 Achtest du wohl auf den Weg, darin vorzeiten die Ungerechten gegangen sind
16 die vergangen sind, ehe denn es Zeit war, und das Wasser hat ihren Grund weggewaschen;
17 die zu Gott sprachen: "Hebe dich von uns! was sollte der Allmächtige uns tun können?"
 
FREVEL (Wikipedia)
 
Frevel (Althochdeutsch: fravili „Kühnheit“) bezeichnet seit dem Mittelalter Übermut, Gewalt(tat) oder bösen Willen. Wer ihn begeht, frevelt (ist ein Frevler).
Das Hauptwort „Frevel“ leitet sich von einem untergegangenen Adjektiv frevel ab, das noch in der Form frevelhaft existiert. Die weitere Etymologie ist unklar.
In Zusammensetzungen wie Waldfrevel wird deutlich, dass es auch die Bedeutung von bös- und mutwilligem Übergriff besitzt.

Frevel
in der Religion ist die Schändung des Heiligen. Im kirchlichen Bereich gilt derjenige als Frevler, der sich gegen das Eigentum und die Personen der Kirche vergeht und die – insbesondere in der katholischen Kirche – kirchlichen Glaubensgrundsätze missachtet. Die Religion verwendet hier den Begriff Sünde.

In der deutschen Rechtsgeschichte des Mittelalters unterschied man zwischen dem „Frevel“ (Schandtaten gegen etwas Geheiligtes, das dieses in die Welt des Profanen herabzieht) und dem „Ungericht“ (die schwerste Art von Vergehen).

Der Frevel konnte gesühnt werden, z. B. durch Opfer oder Strafen wie Züchtigung und Haarabschneiden. Ungericht wurde durch Verstümmelung oder Hinrichtung geahndet.
 
Dazu schreibt Ellen G. White:
 
"Zur Zeit Noahs lehnte sich die überwiegende Mehrheit der Menschen gegen die Wahrheit auf und liebte die Täuschung. Das Land war von Gewalttaten erfüllt. Streit, Verbrechen und Mord waren an der Tagesordnung. Ebenso wird es vor der Wiederkunft Jesu sein. " (BK, 21)
 
Solche Zustände herrschten vor der Sintflut bei den unmittelbaren Nachkommen Kains:
 

1. Mose 4:23-24
23 Und Lamech sprach zu seinen Weibern Ada und Zilla: Ihr Weiber Lamechs, hört meine Rede und merkt, was ich sage: Ich habe einen Mann erschlagen für meine Wunde und einen Jüngling für meine Beule;
24 Kain soll siebenmal gerächt werden, aber Lamech siebenundsiebzigmal.

 
Das ist ein sehr deutlicher Hinweis für die stets steigende Gewalt, die es ab Kain gegeben hatte. Auf diese Weise ist es leicht zu erklären, daß es dadurch zu einer sehr eingeschränkten Bevölkerungsentwicklung vor der Flut gekommen sein konnte. So könnten anstatt mehreren 100 Milliarden Menschen, eben nur 10-20 Milliarden zur Zeit der Flut gelebt haben.

Auch bei E.G.White gibt es Hinweise, daß die ganze damalige Welt von großer Zahl bevölkert war. Sie spricht von einer Zeit vor der Flut, „als sich der Frevel über die ganze Welt ausbreitete und die Bosheit der Menschen ihre Vernichtung durch eine Wasserflut erforderte. (PP 39) „Von der ganzen großen Bevölkerung der Erde glaubten nur acht Menschen an eine Flut...“ PP 79
 
STÄDTEBAU
 
1. Mose 4:17-18
17 Und Kain erkannte sein Weib, die ward schwanger und gebar den Henoch. Und er baute eine Stadt, die nannte er nach seines Sohnes Namen Henoch.
18 Henoch aber zeugte Irad, Irad zeugte Mahujael, Mahujael zeugte Methusael, Methusael zeugte Lamech.
 
VIELWEIBEREI
 
1. Mose 4:19
19 Lamech aber nahm zwei Weiber; eine hieß Ada, die andere Zilla.
 
BAUERN, VIEHZÜCHTER, SESSHAFTE MENSCHEN
 
1. Mose 4:20
20 Und Ada gebar Jabal; von dem sind hergekommen, die in Hütten wohnten und Vieh zogen.
 
MUSIKINSTRUMENTE-BAUER
 
1. Mose 4:21
21 Und sein Bruder hieß Jubal; von dem sind hergekommen die Geiger und Pfeifer.
 
METALLBEARBEITER
 
1. Mose 4:22
22 Die Zilla aber gebar auch, nämlich den Thubalkain, den Meister in allerlei Erz-und Eisenwerk. Und die Schwester des Thubalkain war Naema.
 
BEROSUS / ZITIERT VON JOSEPHUS
 
Josephus zitiert im ersten Buch seiner "Jüdischen Altertümer", S. 10, Berosus (dessen Originalschriften ja leider nicht mehr aufzufinden sind :-( ).

Berosus war ein chaldäischer Priester und lebte etwa 270 Jahre vor der Geburt CHRISTI.

Wir wollen sehen, was die Chaldäer (Babylon) über die Sintflut berichten.
 
„Aber von dieser [der noachischen] Sintflut und der Arche berichten alle heidnischen Historiker; darunter auch Berosus, der Chaldäer, der, als er die besonderen Umstände der Sintflut schildert, wie folgt schreibt: ‚Es wird berichtet, dass ein Teil des Schiffes noch immer in Armenien auf dem Berg der Kordäer (Cordyaeans) erhalten ist; und dass einige Leute den Alphaltus [Bitumen oder Pech] abkratzen und mitnehmen; und dass die Menschen das, was so abgetragen wird, als Amulett verwenden, um das Böse abzuwenden.‘“ Und auch in seiner Auseinandersetzung mit Apion beruft er sich öffentlich auf das Zeugnis desselben Berosus, da dieses mit dem von Moses übereinstimme (Buch 1, S. 1044).
 
„Nun schreibt dieser Berosus, der sich auf die ältesten Überlieferungen stützt, die Geschichte der Sintflut und der damit verbundenen Vernichtung der Menschheit, genau so, wie Moses sie erzählt hat, sowie von der Arche, in der Noah, der Anführer unseres Geschlechts, gerettet wurde, als sie auf die Gipfel der armenischen Berge getrieben wurde.“ Und wenn die Babylonischen Altertümer, die heute unter dem Namen Berosus bekannt sind, wahrhaftig aus dem Original übersetzt wurden (und ich sehe keinen Grund anzunehmen, dass dies nicht der Fall ist, da sie, soweit sie erhalten sind, mit dem übereinstimmen oder zumindest nicht im Widerspruch zu dem stehen, was Josephus und andere Schriftsteller aus dem Original zitiert haben), lautet sein Bericht über die Sintflut wie folgt:
 
„Ante aquarum cladem famosam, &c. d. h. Vor jener berühmten Verwüstung durch die Wasser, in der die ganze Welt zugrunde ging, waren viele Zeitalter vergangen, die von unseren Chaldäern getreu festgehalten wurden.“ Sie schreiben, dass es in jenen Zeiten eine große Stadt der Riesen gab, genannt Aeno, die in der Nähe des Libanon lag und die die ganze Welt beherrschte, vom Aufgang bis zum Untergang der Sonne. Diese verließen sich auf die Größe ihrer Körper und ihre Kraft, hatten Waffen erfunden und unterdrückten alle; da sie Sklaven ihrer Begierden waren, erfanden sie Musikinstrumente und alle Arten von Vergnügungen. Sie verschlangen Menschen und richteten absichtlich Fehlgeburten her, um sie als Nahrung zuzubereiten; sie schliefen wahllos mit Müttern, Töchtern, Schwestern, Männern und Tieren; und es gab keine Art von Bosheit, die sie nicht begingen; sie verachteten die Religion und die Götter. Dann sagten viele die Zukunft voraus und prophezeiten und meißelten in Steine die Ereignisse ein, die mit jenem Untergang zusammenhingen, der bald über die Welt hereinbrechen sollte. Doch sie, die ihrem alten Lebenswandel folgten, verspotteten all diese Warnungen, obwohl der Zorn und die Rache der Götter bereits bereit waren, wegen ihrer Gottlosigkeit und Bosheit über sie hereinzubrechen. Unter den Riesen gab es einen, der die Götter verehrte und weiser und besonnener war als alle anderen; sein Name war Noa; er wohnte in Syrien mit seinen drei Söhnen Sem, Japet und Cham sowie deren Frauen, den großen Tidea, Pandora, Noela und Noegla. Dieser Mann, der die Zerstörung fürchtete, die er anhand der Sterne vorausgesehen hatte, begann im achtundsiebzigsten Jahr vor der Sintflut, ein Schiff zu bauen, das wie eine Arche beschaffen war. Achtundsiebzig Jahre, nachdem er mit dem Bau dieses Schiffes begonnen hatte, brach plötzlich der Ozean aus, und alle Binnenmeere sowie die Flüsse und Quellen, die aus der Tiefe hervorbrachen (begleitet von tagelangen, äußerst heftigen Regenfällen vom Himmel), überfluteten alle Berge; sodass die gesamte Menschheit in den Fluten begraben wurde, mit Ausnahme von Noa und seiner Familie, die durch das Schiff gerettet wurden; dieses wurde von den Fluten emporgehoben und kam schließlich auf dem Gipfel des Gordyaean-Berges zur Ruhe; von diesem [Schiff], so wird berichtet, ist heute noch ein Teil erhalten, und die Menschen gewinnen daraus Bitumen, das sie als Amulett oder Sühneopfer verwenden, um Unheil abzuwenden.
 
 
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